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Brauchtum und Tradition

Die ladinischen Dolomitentäler sind reich an Tradition und Bräuchen aus alter Zeit. Rund um jedes Familienereignis sowie um große christliche Feste im Kirchenjahr bildeten sich seit alter Zeit zahlreiche Bräuche mit tiefem Sinngehalt. Heute sind viele dieser Bräuche und Traditionen verlorengegangen oder in ihrem ursprünglichen Inhalt entfremdet worden. Daher gilt es in alten Skripten nachzublättern, um den eigentlichen Gehalt der vielen Feste zu erfahren und zu verstehen (z.B. im Büchlein "Das Grödner Thal" von Franz Moroder-Lenert aus dem Jahre 1891).

Charakteristisch für Gröden sind sicherlich auch die Grödner Trachten, die zu den schönsten im gesamten Alpenraum gehören. Aus dem bereits angeführten Buch "Das Grödner Thal" sei diesbezüglich zitiert: "Die Kleidung und Tracht der Grödner hat, entgegen anderer Tiroler Gebirgsbewohner, viele Wandlungen durchgemacht, und scheint schon in alten Zeiten sehr wechselliebender Mode unterlegen gewesen zu sein. Schon in der Kopfbekleidung dürfte wohl kaum eine zweite Gebirgstracht so viele Wandlungen durchgemacht haben wie jene Grödens".

Typisch für Gröden und seine Trachten ist außerdem der Grödner Hochzeitszug, der von Franz Moroder so beschrieben wird: "Voran die Musikanten mit Schwegel, Klarinette, Fidel, Bassgeige und Hörnern, dann die Kranzljungfrau und ihr Begleiter, dann die Braut mit dem Führer, der Bräutigam mit dem Führer und schließlich alle Eingeladenen, sämtlich in der bunten, reichen Festtracht, die Mädchen mit dem Kranze auf dem Kopfe; ...".

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