Tradition & Brauchtum

Öffnen Sie ein Zeitfenster

Die ladinischen Dolomitentäler sind reich an Traditionen und Bräuchen aus alter Zeit. Rund um jedes Familienereignis sowie um große christliche Feste im Kirchenjahr bildeten sich seit alter Zeit zahlreiche Bräuche mit tiefem Sinngehalt. Am Unsinnigen Donnerstag wird traditionsgemäß die für Mittag gekochte Gerstensuppe mit Selchkarree vom Herd gestohlen, im Mai ziehen die 18-jährigen Burschen mit einem weißen Hemd, einer blauen Schürze und einem mit Bändern und Blumen geschmückten Hut durch das Tal, am Montag nach dem Kirchweihfest von St. Jakob (Fraktion von St. Ulrich) schenken die Burschen den Mädchen beim „Blättermarkt“ eine Birne mit Masche als Zeichen der Symphatie. Es gibt aber noch zahlreiche andere Bräuche, die es zu entdecken gilt.

Charakteristisch für Gröden sind sicherlich auch die Trachten, die zu den schönsten im gesamten Alpenraum gehören. Der Reichtum und die Einzigartigkeit derselben ist vor allem darauf zurückzuführen, dass bereits in früher Zeit aus dem Tal stammende Händler viel in der Welt herumkamen und somit die Möglichkeit hatten, neue Seidenstoffe, Bänder, Spitzen und Schmuck zu erwerben.

Heutzutage wird die Grödner Tracht anlässlich von Prozessionen und hohen kirchlichen Feiertagen getragen, sowie bei Trachtenumzügen als Attraktion für die Besucher des Tales.