Burgen und Schlösser

Die Fischburg, an der Grenze zwischen Wolkenstein und St. Christina, ist ein zwischen 1622 und 1641 von Engelhard Dietrich von Wolkenstein- Trostburg erbautes Sommer- und Jagdschloss im Stil der Renaissance, das aber in seiner Monumentalität mittelalterliche Wehrhaftigkeit vortäuscht. Im Jahre 1863 schenkte Leopold Graf von Wolkenstein-Trostburg die Fischburg der Gemeinde St. Christina zur Einrichtung eines Alters- und Armenhauses. Seit 1926 ist die Fischburg in Besitz des Barons Franchetti und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Die Burgruine Wolkenstein hängt wie ein Adlerhorst in der Stevia-Wand. Ein kurzer steiler Weg führt vom Ausbildungszentrum der Carabinieri im Langental (Wolkenstein) hinauf. Die Burg wurde im frühen 13. Jh. erbaut, stürzte dann aber schon 1525 ein und wurde nicht mehr aufgebaut. Im 14. Jh. gehörte sie dem nach ihr benannten Grafen von Wolkenstein. Dieser war einer der wichtigsten Minnesänger, Lyriker und Komponisten im Mittelalter. Er war ein weitgereister Mann und führte ein abenteuerliches Leben. Schon mit 10 Jahren verließ er das Elternhaus, um jahrelang als Knappe eines Ritters in viele Länder zu reisen. Wahrscheinlich durch einen Unfall in frühester Jugend verlor er das rechte Auge. Während der Sommermonate soll er oft in der Burg oberhalb des Langentales gewohnt haben.

Die Dolomitensagen von K.F. Wolff brachten die Archäologen auf die Spur der verschollenen Raubritterburg Stetteneck. Im Sommer 2000 kamen am Pincanhügel (im Annatal) in St. Ulrich, am Fuße des Balest, Mauerreste einer Burg aus dem XIII. Jahrhundert zutage. Das Schloss Stetteneck wurde nur einmal in einem Dokument des Jahres 1324 erwähnt, weshalb man auch wenig über das Schloss weiß. Adelheid, die Tochter des Ritters Gebhard von Stetteneck, war wahrscheinlich die letzte Besitzerin des Schlosses. Durch zahlreiche archäologische Funde während der Ausgrabungen versucht man neue Erkenntnisse zu gewinnen. Zu den wichtigsten Funden zählen unter anderem die Reste einer Romanischen Tür.