Festlicher UmzugGröden in Tracht

Lebendiges Brauchtum

04.08.2019 - St. Ulrich

Trachtenfans und Freunde des Grödner Brauchtums sollten sich den ersten Sonntag im August fest für einen Ausflug nach Gröden reservieren. Abwechselnd in einem der drei Grödner Dörfer findet an diesem Tag der festliche Umzug „Gröden in Tracht“ statt, zu dem sich Einheimische in traditioneller Grödner Tracht kleiden und das Heimatgefühl dieser Region für alle spürbar machen.

Ein lebendiges Brauchtum ist eine Grundvoraussetzung, um sich mit seiner schönen Heimat identifizieren zu können. Auch in Gröden ist Tracht schon lange keine Alltagskleidung mehr, sondern wird nur noch zu besonderen Anlässen und Festen getragen. Doch stolz auf die wohl schönsten und berühmtesten Trachten der Region sind die Grödner zweifelsohne. Und so lassen es sich die Einheimischen nicht nehmen, ihren zahlreichen Gästen, die zum Teil speziell zu diesem Anlass anreisen, ihre traditionelle Tracht einmal im Jahr zu einem ganz besonderen Festumzug zu präsentieren.

Der Trachtenumzug „Gröden in Tracht“ ist in ein großes Fest eingebettet. Auf der Bühne spielen Musikkapellen aus dem Grödner Tal traditionelle und moderne Musikstücke aus der Region. Dazu gibt es Volkstänze zu bestaunen. Höhepunkt des Fests ist der große Trachtenumzug, der Gäste aus Nah und Fern in seinen Bann zieht. Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl der Besucher und Teilnehmer gesorgt. Die Vereine der Ortschaft, in der der Umzug stattfindet, kümmern sich an verschiedenen Ständen um die Versorgung mit regionalen Speisen und Getränken.

Weit über den Alpenraum hinaus bekannt

Die Grödner Tracht ist wegen ihrer Detailverliebtheit und Schönheit weit über den Alpenraum hinaus bekannt. Noch immer tragen die Grödner ihre Trachten zu religiösen Festen und zu besonderen Anlässen zum Zweck der Brauchtumspflege. Immer wieder heiraten auch junge Paare in Tracht.

Charakteristisch für die Grödner Tracht ist ihre Vielseitigkeit: Jeder Gesellschaftsstand konnte durch die eigene Tracht unterschieden werden. Mit zunehmendem Alter und dem Wechsel des Familienstands wurde auch eine neue Tracht angelegt. An wichtigen Festtagen trugen alle Grödner „Cneidl und Bagana“, einen schwarzen Hut mit passendem Mantel. Wie bei vielen Trachten lässt auch die Grödner Tracht erkennen, ob eine Frau verheiratet oder noch zu haben ist. In diesem Fall weist der Kopfschmuck auf den Familienstand hin. Auch bei den Herren macht die Tracht deutlich, wer Bub und wer Mann ist.

„Gröden in Tracht“ ist die ideale Gelegenheit, um die Details der Grödner Tracht hautnah entdecken zu können und mit den Einheimischen ins Gespräch über Bräuche und Traditionen Grödens zu kommen.