Während nördlich des Grates die markanten Felsformationen der Geislergruppe aus dem Bergrücken mit ihren bizarren Spitzen emporragen, erstreckt sich auf der Südseite eine liebliche abfallende Almfläche, die im Sommer mit über hundert verschiedenen Alpenblumen übersät ist. Ein weitläufiges Wanderwegenetz führt vorbei an zahlreichen gemütlichen, familiengeführten Almhütten bis hin zum Cislestal im Naturpark Puez-Geisler, von wo aus wiederum viele Wege auf verschiedene Berggipfel führen. Unterhalb befindet sich die Mastlé Aschgler Alm, von wo aus der Aussichtsberg Pic und die Aussichtsterrasse Sëurasas erwandert werden können.
Reinhold Messner, wohl der größte aller Bergsteiger und selbst aus den Südtiroler Dolomiten stammend, rät:
„Begeben Sie sich auf eine bewusste und ethische Reise in den Dolomiten, beachten Sie die Besonderheiten der Landschaft, diese einzigartige Mischung aus Almen und Wildnis. Spüren Sie die Werte der Berge – Stille, Ruhe, Kraft, unberührte Natur –, die die enge Verbindung zwischen Mensch und großer Natur spürbar machen. Seit über 1000 Jahren ist es so, dass die Menschen hier in einer positiven Weise mit der Landschaft interagieren – würden sie es nicht tun, würde auch die wilde Natur darunter leiden.”
Der Name Odles (Geislergruppe) stammt aus der ladinischen Sprache des Grödentals und bedeutet „Nadeln“ – ein durchaus passender Name angesichts der vielen Zacken und Spitzen dieser Bergkette. Seceda hingegen leitet sich vom lateinischen Wort siccus ab, was „trocken“ bedeutet. Auch dies ist treffend gewählt, da die Hänge der Seceda je nach Jahreszeit karg und ausgedörrt wirken können.