Wandern, wo der Himmel die Berge küsst

Gröden ist wegen seiner schier unendlichen Wanderwege ein beliebtes Ziel für Aktivurlauber. Wir haben für Sie die sieben schönsten Wanderungen ausgesucht, die Sie über malerische Pfade zu wunderbaren Aussichtspunkten, gastfreundlichen Berghütten und einmaligen Naturerlebnissen führen. Ob Familienwanderung mit Abenteuercharakter, gemütliche Wanderung mit Liftnutzung oder sportliche Wanderung für besonders aktive Naturfreunde – alle Wanderwege wurden ausgiebig geprüft, sind hervorragend ausgeschildert und machen Lust auf zahlreiche weitere Unternehmungen in den von der UNESCO unter Schutz gestellten Dolomiten.

1. Sëurasas-Alm

Einsame Bergalm auf einem Aussichtsbalkon

  • Ausgangspunkt: St. Christina (1.428 m)
  • Tourenverlauf: St. Christina (1.428 m) > Col Raiser Umlaufbahn (2.106 m) > über die Wiesen der Mastlè Alm (Seceda) (Weg Nr. 2) > Cucasattel (Weg Nr. 6) > Pic-Berg (2.363 m) > Sëurasas (2.176 m) (Weg Nr. 6A)
  • Alternative: Cucasattel > Umrundung des Pic-Berges (Weg Nr° 6A) > Weg Nr° 20 vorbei an den Runcaudiehöfen > Plesdinaz / St. Christina
  • Gehzeit: 2,5 Stunden

Sëurasas "über dem Felsen" ist dank seiner exponierten Lage ein eindrucksvoller Aussichtsberg. Von hier aus kann man die umgebene Zauberwelt der Almen und Berge mit den Augen überfliegen, sowie auf die Hauptorte des Grödentales blicken. Der Anstieg erfolgt mit der Gondelbahn Col Raiser (2.106 m). Sie folgen Sie den Steig Nr. 2 über die Wiesen der Mastlè Alm (Seceda) bis zum Cucasattel, wo man eine wunderschöne Aussicht zum "Lech Sant" (Heiliger See) hat. Anschließend beginnt der Anstieg (Weg Nr° 6) zum Gipfel des Pic-Berges (2.363 m), wo Sie ein atemberaubendes 360° Panorama genießen können. Der Abstieg erfolgt bis Sëurasas (2.125 m). Weiter gelangen Sie über den Wanderweg Nr. 20 bis zum Ortsteil Runcaudië und zurück nach St. Christina.

2. Umrundung der Langkofelgruppe

Das Wahrzeichen Grödens

  • Ausgangspunkt: St. Christina (1428 m) oder Wolkenstein (1564 m)
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Gehzeit: 5,5 Stunden

Diese Tour rund um das Wahrzeichen Grödens ist ein Muss für alle landschaftsbegeisterten Wanderer. Vom Ausganspunkt in St. Christina nehmen Sie die Sessellifte Monte Pana und Mont de Sëura. Vom Ausgangspunkt Wolkenstein nehmen Sie die Umlaufbahn Ciampinoi. An der Bergstation Mont Sëura (2117 m) beginnt die Wanderung am Fuße des Langkofels in Richtung Comici Hütte (526B + 528 + 526). Von der Bergstation Ciampinoi (2254 m) aus beginnt die Wanderung ebenfalls in Richtung Comici Hütte (21 + 21A+ 526). Hier beginnt dann einer der schönsten Abschnitte der Tour: die Steinerne Stadt (526), durch welche Sie zum Sellajoch gelangen. Vorbei an der Friedrich August Hütte und der Sandro Pertini Hütte folgen Sie dem Friedrich August Weg (557) bis zur Plattkofelhütte. Hier genießt man einen herrlichen Ausblick über die Seiser Alm, der größten Hochalm Europas. Unmittelbar unter dem Plattkofel verläuft der Rückweg zum Mont de Sëura (527 + 526 + 526B) und zum Ciampinoi (527 + 526 + 21A + 21).

Varianten:

  • mit Liftbenützung (Dauer ca. 3 Stunden)
  • ohne Liftbenützung (Dauer ca. 4 Stunden)
  • Startpunkt Sellajoch (mit Auto oder Bus erreichbar)
  • Rückweg zu Fuß über Monte Pana (St. Christina) oder Sochers + La Sëlva (Wolkenstein)

3. Von Raschötz zur Seceda Alm

  • Ausgangspunkt: St. Ulrich (1.236 m)
  • Tourenverlauf: St. Ulrich 1.236m > Bergstation Raschötz 2.103 m > Brogles Hütte 2.119 m > Mittagsscharte 2.597 m > Seceda/ Mastlé Alm 2.460 m > St. Ulrich 1.236 m
  • Gehzeit: 6-7 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: leicht bis Brogles und Mittelstation; Aufstieg Mittagsscharte schwierig

Ausgangspunkt ist die traumhafte Raschötzalm, welche man mit der Standseilbahn von St. Ulrich aus erreicht. Von der Bergstation aus startet dann die eigentliche Wanderung: Entlang des Wanderweges Nr. 35 gelangen Sie zunächst zum Broglessattel und der Brogleshütte. Daraufhin folgen Sie immer denselben Wanderweg bis zum Einstieg der Mittagsscharte (Nr. 29). Es ist eine der schönsten, gleichzeitig aber eine der anspruchsvollsten Scharten im Dolomitenraum, welche sich durch das Herz der Geislerspitzen erstreckt. Am oberen Ende erreichen Sie dann die majestätische Seceda Alm, welche einen schier unglaublichen Ausblick auf die Berge des Grödnertals garantiert. Den anstrengenden Teil hat man bereits hinter sich, doch vom Ende der Mittagsscharte geht es entlang des 2B Weges in Richtung Bergspitze Seceda. Spätestens dort hat sich die ganze Anstrengung geloht. Die Bergspitze befindet sich in der Nähe der Bergstation der Bahn Seceda, mit welcher man gemütlich wieder nach St. Ulrich gelangt.

Alternativ kann man von der Brogles Alm auch die Mittelstation der Seceda Seilbahn erreichen und von dort bequem mit der Seilbahn auf die Seceda weiterfahren.

4. Überquerung der Seiser Alm

  • Ausgangspunkt: St. Ulrich (1.236 m)
  • Tourenverlauf: St. Ulrich 1.236 m > Bergstation Seiser Alm Seilbahn 2.005 m > Tirler 1.741 m > Goldknopf > Kompatsch 1.884 m > Bergstation Seiser Alm Seilbahn 2.005 m
  • Gehzeit: 5,5 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: mittel

Ausgangspunkt für die Wanderung ist die Bergstation der Seiser Alm Bahn. Folgen Sie dem Weg Nr. 9 bis zum Almgasthof Tirler, von hier aus geht es dann über dem Weg Nr. 8 weiter Richtung Goldknopf, bis nach Kompatsch (Weg Nr.7). Die Gehzeit beträgt hier ca. 4 Stunden. Der Rückweg führt über Sanon und Monte Piz zum Ausgangspunkt zurück. Hierfür benötigen Sie ca. 1,5 Stunden.

5. Rundwanderung auf Raschötz

  • Ausgangspunkt: St. Ulrich 1.236 m
  • Tourenverlauf: St. Ulrich 1.236 m > Bergstation Standseilbahn Raschötz 2.093 m > Außerraschötz 2.198 m > Bergstation Standseilbahn Raschötz 2.093 m > St. Ulrich 1.236 m
  • Gehzeit: 2 Stunden (Abstieg mit Standseilbahn); 3,5 Stunden (Abstieg zu Fuß)
  • Schwierigkeitsgrad: leicht

Von der Bergstation der Raschötz Standseilbahn gelangen Sie nord-östlich zur „Costa dl Cason“. Der Weg Nr. 31 führt von der Kreuzung aus Richtung Außerraschötz. Entlang dieses Weges können Sie den einzigartigen Blick auf den Naturpark Puez-Geisler genießen. Folgen Sie dem Weg Nr. 1, dann 10 bis Sie das Gipfelkreuz (2.281m) erreichen. Hier bietet sich Ihnen wiederum ein atemberaubender Blick auf die Dolomiten. Steigen Sie zur Heilig-Kreuz-Kapelle hinab. Über den Pfad Nr. 35 gelangen Sie zum Ausganspunkt zurück. Die Rückkehr nach St. Ulrich ist zu Fuß (ca. 1,5 h) oder mit der Standseilbahn möglich.

6. Die Mondlandschaft des Puez-Geisler Naturparks

  • Ausgangspunkt: Wolkenstein
  • Tourenverlauf: Dantercëpies-Umlaufbahn (2.298 m) > Jimmy Hütte > Cir-Joch (2.462 m) > Dolomiten Höhenweg Nr. 2 > Crespëina-Joch (2.528 m) > Ciampeijoch > Puez-Hütte (2.475 m) > Weg Nr. 14 oder Weg Nr. 2 und dann Weg Nr. 16 ins Langental / Wolkenstein
  • Gehzeit: 6 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: anstrengend durch die lange Gehzeit

Von der Bergstation der Dantercëpies Umlaufbahn begeben wir uns über den Weg 12A bis zur Jimmy Hütte, von wo aus wir über die Cir Scharte das Cir Joch erreichen. Wir folgen immer dem Dolomiten-Höhenweg Nr. 2 bis zum Erreichen der Puezhütte, Ziel unserer Tour. Für den Abstieg kann zwischen zwei Varianten gewählt werden, entweder den etwas steileren Weg Nr. 14 direkt von der Puezhütte ausgehend oder geradeaus weiter auf dem Weg Nr. 2 und dann den Abstieg ins Langental über die Wegnummer 16.

7. Wanderung zur Steviahütte

Über die Pizascharte bis zur Regensburger Hütte

  • Ausgangspunkt: Wolkenstein (1.563 m)
  • Tourenverlauf: Vom Wanderparkplatz Daunëi geht es bergauf bis zur ersten Beschilderung nach Stevia. Hier nach links bergauf, bis nach ungefähr 5 Min. ein Wegweiser den Beginn des Palotasteigs anzeigt. Von der Steviola geht es dann zur Steviahütte und dann weiter über den Weg N.17 bis zur Pizascharte. Von der Scharte ist man in etwa 1 Stunde bei Regensburger Hütte entlang dem Weg 17B. Von der Regensburger Hütte geht es bergab auf dem Gehweh Nr. 1 und an der Kreuzung in links abbiegen am Weg Nr. 3 in Richtung Juac Hütte. Von der Juac Hütte weiter gelangen Sie wieder zum Wanderparkplatz Daunëi.
  • Gehzeit: 4 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel

Stevia der Hausberg Wolkenstein, den man direkt aus vom Dorf zu Fuß erreichen kann. Von oben hat man eine wunderschöne Aussicht auf das ganze Tal. Der Berg liegt auf der Sonnenseite Grödens somit wandert man nie im Schatten. Entlang dem Weg kommen Sie an mehreren kleinen Seen vorbei wo Sie auch eine kurze Pause einlegen können und sich in der puren Natur entspannen können und den Alltagsstress hinter sich lassen werden.

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