Bewusstsein über den eigenen Einfluss auf das Klima

Der Klimawandel stellt eine zentrale Herausforderung für nachhaltige Entwicklung dar. Die Veränderungen im globalen Klimasystem aufgrund der Erwärmung der Erdatmosphäre gefährden die Existenzgrundlagen großer Teile der Bevölkerung in weniger entwickelten Regionen, während in entwickelten Gebieten vor allem Infrastruktur und Wirtschaft solchen Risiken ausgesetzt sind. Die Veränderungen in den Niederschlags- und Temperaturzyklen betreffen auch Ökosysteme wie Wälder, landwirtschaftliche Flächen, Bergregionen, Ozeane sowie Pflanzen, Tiere und Menschen.

Weltweit sind die CO2-Emissionen zwischen 1990 und 2012 um mehr als 50% gestiegen, und die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft hat seit langem die Notwendigkeit betont, die Treibhausgasemissionen einzudämmen. Strategien für das Kohlenstoffmanagement, d.h. die Bewältigung klimaverändernder Emissionen, können und müssen auf allen Ebenen umgesetzt werden, um den Schutz des Klimas zu gewährleisten.

Der CO2-Fußabdruck ist das Instrument, das es ermöglicht, die Umweltauswirkungen menschlicher Aktivitäten auf das Klima zu bestimmen. Dieser Wert repräsentiert die Treibhausgasemissionen, die durch ein Produkt, eine Dienstleistung oder die Aktivitäten einer Organisation verursacht werden. Dies ist eine sehr wichtige Kennzahl, die die Emissionsleistung auf Unternehmensebene schätzt und als Referenzwert für die Planung nachfolgender Kohlenstoffmanagement-Maßnahmen dient. Diese Maßnahmen umfassen die Reduzierung von Emissionen, wo immer möglich, und die Kompensation des verbleibenden Emissionsanteils.

Darüber hinaus ist eine sorgfältige Unternehmensführung zur Reduzierung des eigenen Klimaeinflusses ein Synonym für Umweltqualität, ein Aspekt, der zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Der von uns eingeschlagene GSTC-Zertifizierungspfad erfordert die Einhaltung verschiedener Verpflichtungen im Bereich Umweltschutz. Dazu gehört die Einführung einer Kohlenstoffmanagementstrategie, die die Überwachung und Reduzierung von Treibhausgasemissionen aus den Aktivitäten unserer Organisation vorsieht. Es wird auch gefordert, ein Überwachungssystem für den Verbrauch von Ressourcen und Energie umzusetzen.

Um diesen Zielen gerecht zu werden, haben wir ein Projekt zur Überwachung des Ressourcen- und Energieverbrauchs für Unterkünfte und Touristenbüros in Gröden entwickelt. Basierend auf den gesammelten Daten wird der CO2-Fußabdruck für jeden Betrieb berechnet, und dessen Auswirkungen geschätzt. Durch eine vereinfachte Methodik versuchen wir, Präzision und operative Einfachheit zu verbinden, um das Bewusstsein für CO2-Emissionen und den Ressourcenverbrauch im Zusammenhang mit Tourismusaktivitäten zu verbessern.

CO2 Kompensationsfond

Alle Unterkunftsbetriebe in Gröden entrichten einen Nächtigungsbeitrag an den örtlichen Tourismusverein. Ein Prozentsatz davon wird in einem CO₂-Kompensationsfonds hinterlegt. In den Jahren 2024 und 2025 wurden aufgrund der Schäden durch den Borkenkäfer Waldaufräumarbeiten in Auftrag gegeben. Hier finden Sie ein Video dieser Aufräumarbeiten.

ACHTUNG

Die vorliegende Berechnung des CO2-Fußabdrucks sollte nicht als umfassend angesehen werden. Es wurden die relevantesten Emissionsquellen berücksichtigt, für die genaue Daten vorliegen, wobei andere Aktivitäten nicht berücksichtigt wurden, die ebenfalls erheblich zu den Treibhausgasemissionen beitragen könnten. Die analysierte Stichprobe besteht aus einer begrenzten Anzahl von Betrieben, was in einigen Fällen nicht ermöglicht, die Verbrauchsindizes genau zu bestimmen. Dies macht die Verwendung von Annahmen und Näherungen erforderlich.

Die Organisation Dolomiten Val Gardena ist besonders aktiv bei der Umsetzung von Projekten zur Abmilderung klimaschädigender Emissionen in ihrem Gebiet. Zu den wichtigsten Projekten zählt das Ankämpfen von, vom Borkenkäfern befallenen Waldgebieten, einem Parasiten der Rotfichte, der erhebliche Schäden in unseren Wäldern verursacht. Die Maßnahmen umfassen die Entfernung geschädigter Bäume und Biomasse sowie die anschließende Bepflanzung neuer Baumarten, um zur Entwicklung gesunder und klimaresistenter Wälder beizutragen.
Darüber hinaus unterstützt die Organisation durch das eingerichtete Mobilitätszentrum Projekte, die darauf abzielen, die Nachhaltigkeit der Mobilität im Tal zu verbessern. Im Sommer 2023 und Winter 2023/24 wurden zwei Busse mit elektrischem Antrieb ohne direkte CO2-Emissionen in Betrieb genommen, um eine klimafreundliche Mobilität und Umweltschutz in den sensiblen Dolomiten zu fördern.

Dein Weg nach Gröden

Ihr Urlaubsziel im Herzen der Dolomiten, so kommen Sie ans Ziel