Die Abwässer fließen in die Grobrechenlinie zusammen, wo grobe Teile herausgefiltert werden. Das Rechengut wird an die Müllverwertungsanlage weitergeleitet. Im Sand- und Fettfang werden Sand, Öl und Fett aus dem Wasser entfernt.
Im Vorklärbecken steht das Wasser still, die festen Teile setzen sich am Beckenboden ab und werden mit Hilfe eines Räumers in einen Silo transportiert, in den Voreindicker und dann in die Faultürme gepumpt. Das Abwasser wird in die Belebungsbecken gepumpt, die mit Mikroorganismen und Bakterien bevölkert sind. Diese nehmen die im Wasser aufgelösten organischen Substanzen auf und wandeln sie in Bioschlamm um. Diese Anlage besteht aus einer besonderen Technologie, wo der Belebtschlamm auch an Plastikkörpern haftet. Im Nachklärbecken wird der Schlamm vom Wasser getrennt, in den Voreindicker/mechanische Eindickung und dann in die Faultürme befördert. Im Faulturm werden die organischen Substanzen anhand biochemischer Prozesse in Methangas, Kohlensäure und Biomasse umgewandelt. Nach dem Faulungsprozess wird der Schlamm in den Nacheindicker befördert, in einer Zentrifuge weiter entwässert und in eine Entsorgungsanlage transportiert.
Das durch den Faulungsprozess des Schlamms erhaltene Methangas wird im Gasometer gespeichert und mittels Gasmotoren in Strom und Wärme umgewandelt.
Die Kläranlage in Pontives hat im Jahr 2020 3.971.681 m3 gereinigte Abwässer verarbeitet und darauf 396,85 MWh elektrische Energie erzeugt.