Im Zeitraum vom 22.08 bis zum 06.09.2020 ist die Fußballmannschaft Hellas Verona Football Club, die gegenwärtig in der italienischen Serie A spielt, in St. Christina Gröden zu Gast. Die optimale Höhenlage in St. Christina (1.300 – 1.400 m Meereshöhe) bietet ideale Bedingungen für die Vorbereitungen auf eine erfolgreiche Spielsaison und die atemberaubende Bergwelt wird zur einmaligen Kulisse für das Trainingscamp dieser traditionsreichen Fussballmanschaft aus Norditalien. Der Fußballplatz in der Sportzone Mulin da Coi in St. Christina ist daher idealer Trainingsplatz für diese Fußballmannschaft der Serie A, die zum zweiten mal das Sommertraining in Gröden absolviert.
Die Spieler absolvieren voraussichtlich täglich zwei Trainingseinheiten.
Im Zuge des Training Camps werden auch Freundschaftsspiele mit örtlichen Fußballclubs organisiert:
Mittwoch, 26. August 2020 gegen Virtus Bozen
Samstag, 29. August 2020 gegen den F.C. Südtirol
Sei es die Trainings als auch die beiden Spiele werden hinter verschlossenen Türen ausgetragen.
In Vergangenheit haben bereits zahlreiche weitere nationale als auch internationale Fußballvereine Gröden für ihr Trainingslager ausgewählt. Unter anderem Lazio, Cagliari, Lecce, Hellas Verona, La Spezia, Ternana, Gallipoli sowie die englische Mannschaft Leeds United.
Der Verein, der 1903 von Schülern des Gymnasiums Liceo Maffei in Verona gegründet wurde, hat an insgesamt 24 Serie-A- und an 50 der Serie-B-Meisterschaften teilgenommen. Heimspiele bestreitet die Mannschaft im Stadion „Marcantonio Bentegodi“, das 39.211 Personen fasst. Das Stadion wurde erst anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 1990 auf diese Größe erweitert. Die Vereinsfarben sind gelb und blau; daher rührt auch sein in Italien gebräuchlichster Spitzname: „i gialloblù“. Der Verein wurde auf Bitten eines Professors der gründenden Studenten Hellas benannt. Dies ist das griechische Wort für „Griechenland“, bedeutet in diesem Zusammenhang aber „Heimat“. Das Vereinswappen zeigt eine Leiter, Symbol der Scaligeri, der alten Stadtherren von Verona. Über die Grenzen Italiens hinaus bekannt wurde der Klub nach der Saison 2000/01, als der britische Autor Tim Parks sein Buch „Eine Saison mit Verona“ verfasste. Parks, der seit etwa 20 Jahren mit seiner Familie in Verona lebt und selber Anhänger des Vereins ist, begleitete die Fans der „Brigate Gialloblù“ eine Saison lang zu jedem Heim – und Auswärtsspiel in der Serie A. Die damals bekanntesten Spieler waren Alberto Gilardino, Mauro Camoranesi, Martin Laursen und Adrian Mutu. Fanfreundschaften der Brigate, ein sogenannter Gemellaggio, bestehen zu den Tifosi von SS Lazio Roma und dem ACF Fiorentina. Als größte Rivalen sieht man L.R.Vicenza, Napoli und Milan, der Stadtteilklub Chievo Verona wird weitestgehend ignoriert.
Seine erfolgreichste Zeit hatte der Verein in den 1980er Jahren, als man namhafte Spieler wie Thomas Berthold, Hans-Peter Briegel oder Preben Elkjær Larsen verpflichtet hatte und 1985 italienischer Meister wurde. In der Saison 1983/84 spielte Hellas zum ersten Mal im UEFA-Pokal und schied in der zweiten Runde gegen den SK Sturm Graz aus. 1985 wurde Hellas Verona vom Serie A Konkurrenten Juventus Turin aus dem Europapokal der Landesmeister eliminiert. 1987/88 erreichte Hellas den international größten Erfolg, indem sie das Viertelfinale des UEFA-Cups erreichten und dort an Werder Bremen scheiterten.