Die Geschichte des Giro d'Italia in Gröden begann am 5. Juni 1940 mit einer anspruchsvollen Fahrt durch die majestätischen Dolomiten, die triumphierend auf dem Antonius Platz in St. Ulrich endete. Den Etappensieg sicherte sich der legendäre Gino Bartali, dicht gefolgt vom jungen Fausto Coppi, einem aufstrebenden Star im italienischen Radsport, der später in der 28. Ausgabe des Giro d'Italia triumphierte.
Nach einer 43-jährigen Pause kehrte der Giro d'Italia 1983 nach Gröden zurück. Am 2. Juni dieses Jahres hatte der "Giro" seinen Erstauftritt in Wolkenstein, wobei Mario Beccia als Erster die Ziellinie in der 19. Etappe der 66. Ausgabe der sogenannten "Corsa Rosa" überquerte.
Wolkenstein wurde in den folgenden zwei Jahren als Etappenort bestätigt, mit aufeinanderfolgenden Ankünften und Abfahrten. 1984 gewann Marino Lejarreta die Etappe in Wolkenstein, mit Francesco Moser im Rosa Trikot. 1985 ging der Etappensieg von Pinzolo an den Schweizer Radfahrer Hubert Seiz.
Die "Corsa Rosa" kehrte sechs Jahre später, im Juni 1991, nach Wolkenstein zurück, mit einem epischen Etappensieg von Massimiliano Lelli, dank eines atemberaubenden Sprints in den letzten 300 Metern.
Ein Datum, welches sich in das Gedächtnis aller Radsportbegeisterten eingebrannt hat, ist der 2. Juni 1998, als Marco Pantani das allererste Rosa-Trikot ausgerechnet in Wolkenstein eroberte und seinen Sieg beim 81. Giro d'Italia absicherte. Der Etappensieg, der von Asiago nach Wolkenstein führte, ging an Giuseppe Guerrini.
Die letzte Etappenankunft in Wolkenstein war im Jahr 2000, mit dem spanischen Radfahrer José Luis Rubiera als Sieger.