In Gröden wurde der erste historische Klettersteig der Dolomiten eingerichtet. Von der Sektion »Pößneck« des Deutschen Alpenvereins finanziert und 1912 festlich eingeweiht, verläuft die kühne Steiganlage vom Sellajoch über das schroffe Felsgemäuer des Piz Selva hinauf zum Sella-Hochplateau. Heute zählt der »Pößneckersteig« zu den ganz großen Klassikern und in seiner Gesamtanforderung nach wie vor als anspruchsvolles Unternehmen.
Weitere Klettersteige folgten und erweiterten das Angebot an den verschiedenen Gebirgsketten rund um das Grödental. Mittlerweile sind über hundert Jahre verstrichen und das Gehen am Stahlseil kann sich an unaufhaltsam steigender Beliebtheit erfreuen. »Ich bin so vielen begeisterten Menschen auf Klettersteigen begegnet, dass ich dafür sein muss, in bestimmten Grenzen natürlich und wenn sie nicht unterschätzt werden«, schrieb Reinhold Messner bereits 1974 in seinem Buch »Dolomiten-Klettersteige«.