Geschichten im Tale erzählen, dass ein Wolkensteiner bereits im Jahr 1850 mehrmals versucht haben soll, den Langkofel zu besteigen. Tagelang soll er Gefangener des Bergmassivs gewesen sein, bis er am Gipfel angekommen sein und dort ein Feuer en-tzündet haben soll. Auch liest man im Jahrbuch des österreichis-chen Alpenvereins, VI. Band aus dem Jahre 1870 folgenden Satz: „Früher als Grohmann hatte Herr Waitzenbauer aus München eine Besteigung des Langkofels unter Führung des bekannten Pinggera aus Sulden und eines Enneberger Tischlers unternom-men, jedoch nach Grohmann’s Ansicht einen, wenn auch dem Culminationspunkte an Höhe nicht bedeutend nachstehenden, doch von diesem letzteren weit entfernt aufragenden Zacken erklommen.“
Wenn man der Anekdote aus dem Buch von Franz Moroder aus dem Jahre 1915 Glauben schenken möchte, so erreichten nur wenige Tage nach der Erstbesteigung von Paul Grohmann auch zwei junge Hirten den Gipfel des Langkofels. Armselig bekleidet und sogar barfuß sollen sie aufgestiegen sein: Sie wollten sich die Fahne ansehen, die neuerdings vom Langkofel wehte.