Spaziergang zum Monument von Paul Grohmann und ein kleiner Ausflug in die Geologie: Das Langkofelriff

  • Startpunkt: Pfarrkirche von St. Ulrich
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Dauer: knappe Stunde

Von der Pfarrkirche St. Ulrich taleinwärts bis zum Restaurant “Zirm”. Noch etwas weiter entlang der Promenade, bis man zu einem kleinen Spielplatz mit Fußballfeld gelangt. Dort zweigt man links ab. Auf dem kleinen Weg geht es nun bergauf bis zur Grohmann-Straße. Oberhalb der Straße zweigt dann der Grohmannsteig ab. Über ein schattiges Tälchen und malerische Wiesenhänge erreicht man schließlich das Denkmal von Paul Grohmann: Es besteht aus rotem Porphyr, auf welchem ein Bronzerelief angebracht ist. Hier lässt es sich gut verweilen und den herrlichen Blick auf die Langkofelgruppe genießen.

Wer noch nicht müde ist, erreicht nach einer weiteren, etwa halbstündigen Wanderung die darüber liegenden St. Jakobskir-che. Der Abstieg erfolgt entweder über den Hinweg oder über Col de Flam.

Das Langkofelriff

Dr. Herwig Prinoth – Paläontologe

In der mittleren Triaszeit vor etwa 240 Millionen Jahren lag das Gebiet, in dem später die Dolomiten entstehen werden, viel wei-ter im Süden, nahe am Äquator und war vom riesigen Tethysoze-an bedeckt, der von Spanien bis nach China reichte.

In diesem tropischen Ozean wimmelte es nur so von Leben: Kalkalgen, Kalkschwämme und Korallen lagerten ihre Skelette am Meeresboden ab und Bakterien produzierten Kalkkrusten. Diese Kalkskelette türmten sich in Jahrmillionen zu gewaltigen bis zu 800 m hohen Riffen auf, die mit den heutigen Korallenrif-fen vergleichbar sind. Der Langkofel war ein solches ringartiges Riff, so wie wir es auch heute von den Atollen der Malediven und Seychellen kennen. Auf den Flanken dieser Riffe wuchsen die riff-bauenden Organismen, deren Skelette nach Stürmen im-mer wieder abbrachen und in die Tiefe rutschten.

So entstanden die geneigten Übergussschichten. Beim Plattkofel handelt es sich noch um die originale, perfekt erhaltene Flanke des Riffs. Das Langkofelriff wurde dann in Jahrmillionen vollständig von anderen weicheren Meeresablagerungen begraben und es erfolge die Umwandlung der Kalkskelette in ein anderes Gestein, den Dolomit. Während der Alpenfaltung wurden die Riffe der Dolomiten aus dem Meer herausgehoben und die Erosion der letzten Millionen Jahre hat sie wieder freigelegt. So können wir heute auf dem einstigen Meeresboden herumwandern und die gewaltigen Riffe der Dolomiten bewundern, von denen der Langkofel wohl eines der allerschönsten ist.

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